Ab dem nächsten Spiel lässt sich der eigene Startwert selbst auswählen. Die Einstellung ist auch in der Lobby und im Spielclient verfügbar. Ohne aktivierte Auswahl wird weiterhin automatisch ein zufälliger Startwert beigesteuert.
Beim Abheben beeinflussen alle drei Spieler die Kartenverteilung. Jeder steuert vor jedem Spiel einen eigenen Startwert bei – entweder selbst ausgewählt oder automatisch erzeugt. Dieser Startwert heißt technisch „Seed“. Zusammen mit einem vierten Startwert des Servers bestimmen die drei Spielerwerte, wie die Karten gemischt und ausgeteilt werden. Nach dem Spiel lässt sich die Verteilung in der Listenansicht (Match-Viewer) nachberechnen.
Die manuelle Auswahl beim Abheben lässt sich in den Einstellungen einschalten. Vor dem nächsten Spiel steht dann die Auswahl eines der angebotenen vierstelligen Codes oder eine Zufallsauswahl zur Verfügung. Die Codes bestehen aus den Ziffern 0 bis 9 und den Buchstaben a bis f. Der ausgewählte Code bestimmt keine einzelnen Karten und keine bestimmte Spielstärke, sondern fließt in den gemeinsamen Mischvorgang ein.
Bei Cent-Skat ist die Auswahl in die Ergebnisanzeige mit dem Countdown integriert. Ein zusätzlicher Dialog entfällt. Erfolgt bis zum Ablauf keine Auswahl, wird automatisch ein zufälliger Startwert verwendet.
Auch ohne eingeschalteten Abheben-Dialog sendet der Spielclient automatisch einen zufälligen Startwert, sofern die Spielvariante dieses Verfahren verwendet. Der Server ergänzt dann noch seinen eigenen, längeren Zufallswert.
Ein Startwert legt den Ausgangspunkt für das Rechenverfahren fest. Sobald alle vier Werte feststehen, arbeitet dieses Verfahren immer gleich: dieselben Eingaben, dieselbe Reihenfolge, dieselben Karten. Während der Nachberechnung wird kein weiterer Zufall hinzugefügt.
Damit gibt es für diese vier Startwerte und dieses Verfahren genau ein Ergebnis. Eine andere Kartenverteilung würde bei der Nachberechnung nicht passen. Die Reihenfolge der Karten in der sortierten Hand kann dabei anders aussehen als die Austeilreihenfolge; entscheidend sind die Karten jeder Hand und die beiden Skatkarten vor dem Aufnehmen.
Die folgenden Werte sind ein berechnetes Beispiel für ein Skatspiel mit drei Spielern, kein Auszug aus einer gespielten Liste. Die Werte lassen sich im Prüfdialog der Listenansicht eingeben und nachprüfen.
1a2b
3c4d
5e6f
0123456789abcdef0123456789abcdef
Ohne Trennzeichen ergibt das die Eingabe:
1a2b3c4d5e6f0123456789abcdef0123456789abcdef
Der daraus berechnete SHA-256-Wert lautet:
5db2e50745f616814c7db8f58b5c44df73bcff67ce5009822bae488f56e8517c
| Hand | Karten in Austeilreihenfolge |
|---|---|
| Vorhand | ♥ Bube, ♦ Ass, ♦ 7, ♣ 9, ♠ 9, ♥ 8, ♠ 8, ♥ König, ♣ König, ♦ König |
| Mittelhand | ♣ 10, ♦ Bube, ♦ 9, ♠ Bube, ♥ 9, ♠ Dame, ♣ Dame, ♣ Bube, ♠ 10, ♦ 8 |
| Hinterhand | ♦ 10, ♣ Ass, ♠ Ass, ♥ Dame, ♦ Dame, ♣ 8, ♥ 10, ♥ Ass, ♠ König, ♣ 7 |
| Skat | ♠ 7, ♥ 7 |
Der Skat enthält also Pik 7 und Herz 7. Jede Wiederholung der Berechnung mit denselben vier Werten ergibt diese Hände und diese beiden Skatkarten.
Für den Vergleich ändert sich nur die letzte Stelle des ersten Spieler-Startwerts: aus 1a2b wird 1a2c. Die beiden anderen Spieler-Startwerte und der Server-Startwert bleiben unverändert. Schon dadurch ergibt sich ein anderer Misch-Startwert:
5d926e9f8349e8f5f5bb6b36875eaae81818ba495024bf5ec1b2f433bfd6026d
| Hand | Karten in Austeilreihenfolge |
|---|---|
| Vorhand | ♣ Bube, ♥ König, ♣ Ass, ♦ 8, ♦ Bube, ♠ 9, ♥ 7, ♦ 7, ♠ Dame, ♥ Bube |
| Mittelhand | ♣ 9, ♣ 10, ♣ 8, ♦ König, ♦ 10, ♥ 9, ♠ 10, ♣ 7, ♠ 8, ♥ 10 |
| Hinterhand | ♥ 8, ♠ Ass, ♠ König, ♦ Dame, ♣ König, ♦ 9, ♣ Dame, ♠ Bube, ♥ Ass, ♦ Ass |
| Skat | ♠ 7, ♥ Dame |
Im geänderten Beispiel liegt Herz Dame statt Herz 7 im Skat. Auch die Hände sind neu verteilt. Es wird also nicht einfach eine Karte weitergeschoben: Der geänderte Startwert verändert die Zahlenfolge für den gesamten Mischvorgang. Einzelne Karten können trotzdem zufällig an derselben Stelle bleiben – hier bleibt beispielsweise Pik 7 im Skat.
Eine Änderung an einem der anderen Spieler-Startwerte oder am Server-Startwert verändert ebenfalls die Eingabe. Auch das Vertauschen unterschiedlicher Spieler-Startwerte ist eine Änderung. Für die Prüfung müssen deshalb alle Werte exakt aus dem Log übernommen und ihre Zuordnung beibehalten werden.
Die Auswahl des Spieler-Startwerts erfolgt vor Beginn des jeweiligen Spiels. Zusammen mit den beiden anderen Spieler-Startwertenn und dem Server-Startwert wird dieser Wert mit einem Zeitstempel im Spiel-Log festgehalten. Die eigene Auswahl lässt sich dadurch später mit dem protokollierten Wert vergleichen. Aus den vier festgehaltenen Startwerten ergibt sich die ursprüngliche Kartenverteilung eindeutig.
Beim Abheben fließen die Startwerte aller drei Spieler gemeinsam mit dem Server-Startwert in die Berechnung ein. Die Kartenverteilung hängt damit auch von den Beiträgen der Spieler ab. Eine Auswahl steht dabei weder für gute noch für schlechte Karten: Erst alle vier Werte zusammen bestimmen das Ergebnis.
Jeder Spieler kann den eigenen ausgewählten Code mit dem entsprechenden Startwert in der Listenansicht vergleichen. Die anschließende Nachberechnung zeigt, ob dieser Code zusammen mit den drei anderen protokollierten Werten genau die gespielte Kartenverteilung ergibt. So lässt sich der eigene Beitrag zur Berechnung nachvollziehen.
Die Aussage gilt in eine Richtung: Feste Startwerte ergeben ein festes Ergebnis. Daraus folgt nicht, dass eine Kartenverteilung nur zu einem einzigen möglichen Satz von Startwerten gehört. Verschiedene Eingaben können grundsätzlich zum selben Ergebnis führen.
Abheben macht die Verteilung nachvollziehbar. Es verspricht keine besseren Karten und verhindert keine zufälligen Serien guter oder schlechter Blätter.