So wird Bauernskat gespielt – Tipps & Regeln
Bauernskat ist eine beliebte Skatvariante für zwei Spieler, die auch unter Namen wie Räuberskat, Kutscherskat oder Offiziersskat bekannt ist. Euroskat.com erklärt hier, wie Bauernskat gespielt wird, welche Regeln gelten und worauf Spieler achten sollten.
Skat muss nicht immer zu dritt gespielt werden! Beim Bauernskat treten nur zwei Spieler gegeneinander an – es gibt keinen „Dummy“ wie beim Skat en deux. Historisch entstand der Name Kutscherskat, heute Synonym für Bauernskat, als Kutscher früherer Jahrhunderte die Wartezeit mit Kartenspielen verkürzten. Gespielt wurde nach den Regeln, die heute für Bauernskat gelten. Diese unterscheiden sich teilweise deutlich von den klassischen Skatregeln – sowohl online als auch offline. Es handelt sich dabei um praxisnahe Richtlinien, die von Runde zu Runde leicht variieren können, ähnlich wie beim Kneipenskat.
Spielablauf beim Bauernskat
Beim Bauernskat erhält jeder Spieler zunächst acht Karten verdeckt (bei manchen Varianten nur vier), zusätzlich werden vier Karten offen ausgelegt. Mit diesen offenen Karten wird der Trumpf angesagt. Danach werden die übrigen Karten verteilt. Reihenfolge, Bedeutung und Wertung der Trumpfkarten entsprechen in der Regel dem Dreierskat, es gibt jedoch auch lokale Abweichungen.
Der Spieler, der den Trumpf ansagt, spielt zuerst eine seiner offenen Karten aus. Der Gegenspieler muss diese bedienen, falls möglich. Kann er nicht bedienen, darf er stechen oder abwerfen. Wer den Stich gewinnt, folgt den gleichen Regeln wie beim klassischen Skat zu dritt. Danach wird die unterliegende verdeckte Karte aufgedeckt – online geschieht dies automatisch. Das nächste Ausspiel erfolgt durch den Gewinner des vorherigen Stiches.
Punktwertung beim Bauernskat
Die Kartenwerte beim Bauernskat entsprechen denen des Dreierskats. Gewonnen hat, wer mehr als 60 Augen erzielt. Bei exakt 60 Augen gewinnt der Gegenspieler des Trumpfansagers. In Varianten mit Geldwert, z.B. beim Centskat, ist eine korrekte Punkteberechnung besonders wichtig.
Zunächst werden die Stiche gezählt. Der Spieler mit dem Kreuzbuben spielt mit den Stichen, sonst ohne. Danach werden die Trümpfe der Reihe nach geprüft. Der so ermittelte Wert wird um mögliche Zusatzpunkte wie Schneider oder Schwarz ergänzt. Schließlich wird das Ergebnis mit dem Grundwert der angesagten Trumpffarbe multipliziert und dem Gewinner gutgeschrieben. Gewinnt der Gegenspieler, erhält er die doppelte Punktzahl.
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