Zum Thema Kartenverteilung

Immer wieder schlechte Karten?!

Wer hat es nicht selbst schon öfters erlebt? Man startet in eine Serie, gewinnt ein Spiel, verliert ein Spiel und mindestens ein Gegenspieler bringt einen Grand nach dem anderen nach Hause. Am Ende gab es keinen Seriensieg, denn es waren mal wieder die schlechten Karten?! Ganz so einfach ist es nicht, denn wir Menschen neigen dazu, uns an negative Erlebnisse viel länger zu erinnern als an Positive. Auf lange Sicht bekommt jeder Skatspieler, ob bei Liveturnieren oder bei Euroskat, dieselben Karten. An dieser Stelle beschreiben wir euch, dass uns das Thema gerechte Kartenverteilung und Sicherheit am Herzen liegt.

Wie funktioniert die Kartenverteilung?

Regelmäßig werden wir von Spielern gefragt, was wir für die Sicherheit auf der Plattform machen. Bei den Anfragen geht es mitunter auch darum, ob Euroskat eine gerechte Kartenverteilung gewährleistet. Wir können versichern, dass die Kartenverteilung nach dem Zufallsprinzip erfolgt, egal um welche Turniere, Serien oder Spieler es geht. Es gibt weder Bevorzugung noch Benachteiligung.

Kartenverteilung signiert Da auch ein TÜV-Siegel nur eine Momentaufnahme ist, haben wir ein Verfahren entwickelt, was die Überprüfbarkeit der Zufälligkeit ermöglicht. Seit dem 15.11.2019 wird jedes Spiel - im Turnierbereich bei dem es um Geld geht - signiert. Dies ist ein Verfahren aus der Kryptografie, bei dem eine dritte Instanz, durch ihre Unterschrift, garantiert, dass ein Datensatz nicht verändert wurde. In unserem Fall ist dies die Plattform random.org, die einen Service für echte Zufälligkeit im Internet anbietet.

Und die einzige Möglichkeit, diesen Prozess transparent und überprüfbar zu machen, ist es, ihn Open-Source zu machen. Also den Code, der für die Kartenverteilung zuständig ist quelloffen zu machen und somit für jedermann einsehbar.

Kartenverteilung - technische Details

Die technischen Details werden für das Gros der Spieler wohl nicht verständlich sein, aber jeder ist dazu aufgerufen, den Informatiker oder technisch versierten Menschen aus seinem Umfeld, dem er vertraut, einmal drüber sehen und alles überprüfen zu lassen.

Zu Beginn einer Liste wird eine Anfrage über die API an random.org gesendet und Zufallscodes in Anzahl der Spiele der Serie erstellt. Diese Codes bestehen aus Kleinbuchstaben, Großbuchstaben und Ziffern und sind 8 Zeichen lang. Folglich gibt es 26 + 26 + 10 = 62 hoch 8 verschiedene Codes. Dies sind 218 Billionen Möglichkeiten.

Diese Codes werden als Initialisierung (Seed) für einen Pseudo Random Number Generator (PRNG) benutzt, der zu einer bestimmten Initialisierung immer die gleiche zufällige Zahlenfolge ausgibt. Das Problem von PRNGs ist eben, dass sie nur pseudo-zufällig sind. Die echte Zufälligkeit kommt durch die Initialisierung von random.org ins Spiel. Würde der Zufallsgenerator ohne diese Initialisierung verwendet werden, so würden die Karten vorhersagbar sein. Da es aber eine extrem große Anzahl von möglichen Seeds gibt (218 Billionen), ist die Zufälligkeit hier wieder hergestellt. Und zwar wesentlich zufälliger als beim Live-Skat möglich. Hier gibt es keine klebenden Karten oder schlechtes Mischen. Jedes Spiel ist eigenständig erstellt und völlig unabhängig vom vorhergehenden.

Bei signierten Spielen findet sich in der Detailansicht nun ein kleines Schloss. Wenn man darauf klickt, kann man für jedes einzelne Spiel einer Liste den 8-stelligen Code sehen sowie die Signatur von random.org (letztere nur wenn die Liste beendet und alle Spiele gespielt wurden). Mithilfe unseres Open-Source-Programms, das hier heruntergeladen werden kann, kann die Kartenverteilung 100%ig überprüft und die Signatur validiert werden. Manipulation ausgeschlossen. Das Programm ist im aktuellen Entwicklungszustand nur für Leute mit einem guten Verständnis von IT geeignet, wir arbeiten aber an einer Version, die für Laien bedienbar ist.

Für uns steht neben dem Spielspaß die Sicherheit und Betrugsprävention an erster Stelle.

Für Fragen hierzu stehen wir euch jederzeit gerne zur Verfügung.

War die Kartenverteilung vorher nicht zufällig?

Selbstverständlich war das vorher auch der Fall. Seit Beginn der Plattform haben wir die Initialisierungen für den Zufallsgenerator von random.org bezogen. Das ist ein erheblicher Mehraufwand als einfach nur lokal auf dem Server einen Zufallsgenerator laufen zu lassen. Das neue Verfahren bietet nun aber die Möglichkeit, dies auch zu belegen. Das ist der einzige Unterschied.

Was ist mit dem Fun-Bereich?

Der gleiche Algorithmus, der für die Kartenverteilung im Turnier-Bereich verwendet wird, kommt auch im Fun-Bereich zum Einsatz. Hier wird jedoch auf die Signierung verzichtet, da diese mit Kosten verbunden ist.

Aber ist 218 Billionen nicht ein bisschen wenig?

Jeder Mensch tut sich schwer damit, sich solche Zahlen vorzustellen. Am besten gelingt das immer, wenn man sich eine Strecke vorstellt. 43 1-Euro-Münzen sind genau einen Meter lang. Wenn man nun 1-Euro-Münzen aneinander reiht, so würden 218 Billionen davon eine Strecke vom 34fachen der Entfernung Erde-Sonne entsprechen. Und davon genau 1 Münze ist dein Spiel, das du gerade spielst...