Was bedeuten die Skat Farben?

Die Skat Farben gehören zu den wichtigsten Grundlagen des Skatspiels. Obwohl man von „Farben“ spricht, gibt es bei den meisten Skatkarten eigentlich nur zwei echte Farben: Rot und Schwarz. Das gilt zumindest für das klassische französische Skatblatt. Daneben ist in Deutschland auch das sogenannte Vierfarbenblatt verbreitet. Welche Skatfarben es gibt und welche Bedeutung sie im Skatspiel haben, erklärt Euroskat.com hier.

Wie bei jedem Kartenspiel spielen auch beim Skat die Farben eine zentrale Rolle. Die Farben im Skat sind jedoch nicht mit dem alltäglichen Begriff von Farben zu verwechseln. Ein Farbspiel im Skat bedeutet also nicht, dass mit unterschiedlich farbigen Karten gespielt wird. Vielmehr beschreiben die Skat Farben die vier Kartenfamilien eines Skatblatts. Sie bestimmen unter anderem den Spielwert und sind damit ein wichtiger Bestandteil der Skatregeln und der Reizung.

Welche Skat Farben gibt es?

Im Skat gibt es vier Farben. Die offiziellen Farben eines Skatblattes nach der Internationalen Skatordnung sind:

Karo, Herz, Pik und Kreuz.

Herz und Karo gehören zu den roten Kartenfarben, Pik und Kreuz zu den schwarzen. Im Skatjargon haben sich außerdem verschiedene traditionelle Bezeichnungen für die Skatfarben entwickelt. So wird Karo häufig als Eckstein, Herz als Rot, Pik als Schippen und Kreuz als Treff bezeichnet. In Österreich ist besonders der Begriff Treff für Kreuz verbreitet, da das Symbol an ein Kleeblatt erinnert.

Neben dem französischen Blatt gibt es auch das deutsche Skatblatt, das vor allem in Süd-, Mittel- und Ostdeutschland verwendet wird. Dieses Blatt besitzt ebenfalls vier Farben, verwendet jedoch andere Symbole und Namen:

Karo wird zu Schellen oder Bollen, Herz bleibt Rot, Pik heißt Grün, Laub, Gras oder Blatt und Kreuz wird zu Eichel oder Eckern. Die Spielregeln bleiben jedoch identisch – nur die Darstellung der Farben unterscheidet sich.

Ein weiteres verbreitetes Kartenbild ist das sogenannte Vierfarbenblatt, das auch bei offiziellen Turnieren des Deutschen Skatverbandes verwendet wird. Hier wurden die Symbole des französischen Blatts mit den Farben des deutschen Blatts kombiniert. Dadurch entstehen vier deutlich unterscheidbare Kartenfarben: Karo (orange), Herz (rot), Pik (grün) und Kreuz (schwarz). Diese Darstellung erleichtert vielen Spielern das Erkennen der Karten.

Unabhängig vom verwendeten Skatblatt bleibt die Wertung der Karten gleich. Die Skatpunkte eines Spiels hängen nicht vom Symbol oder Namen der Kartenfarbe ab, sondern von den Kartenwerten und den Spielregeln.

Skat Farben und Gegenfarben

Wer sich intensiver mit den Skatfarben beschäftigt, stößt früher oder später auf den Begriff der Gegenfarbe. Dabei handelt es sich um einen taktischen Begriff aus dem Skatspiel. Er beschreibt eine Methode, mit der Spieler ihren Partnern Hinweise auf eine bestimmte Farbe geben können.

Wenn ein Spieler zum Beispiel ein starkes Ass in einer bestimmten Farbe besitzt, kann er durch das Abwerfen einer Karte der Gegenfarbe signalisieren, dass diese Farbe gespielt werden soll. Voraussetzung ist natürlich, dass die Mitspieler die Gegenfarben kennen.

Die einfachen Gegenfarben sind:

Herz ↔ Karo
 Pik ↔ Kreuz

Darüber hinaus gibt es auch die sogenannte doppelte Gegenfarbe. Dabei werden zwei Karten abgeworfen, um eine besonders starke Farbe anzuzeigen.

Auch bei der Reizung im Skat spielen die Farben eine wichtige Rolle. Jede Farbe besitzt einen Grundwert, der den Spielwert beeinflusst:

Karo = 9
Herz = 10
Pik = 11
 Kreuz = 12

Diese Grundwerte bilden die Basis für die Berechnung des Spielwerts. Weitere Faktoren – zum Beispiel ein Handspiel oder zusätzliche Spitzen – können den Wert eines Spiels zusätzlich erhöhen.

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